Liebe Solawistas,
so langsam pflanzen wir nicht mehr ganz so viel: Neu in die Erde kommen noch Feldsalat und Spinat, außerdem ziehen wir ein paar Wintersalate zur Überwinterung selbst vor. Dafür stehen bald die großen Ernten an, und ich freue mich schon darauf, da es bisher ganz gut aussieht.
Bald steht unsere jährliche Biokontrolle an. Bei dieser kontrolliert eine Organisation, ob wir die Anbaurichtlinien von Bioland einhalten. Dafür müssen wir verschiedene Sachen, meist im Büro, vorbereiten.
Ansonsten wälze ich gerade noch meine Gedanken zur Anschaffung eines weiteren Traktors. Einige haben wahrscheinlich schon mitbekommen, dass wir im Gärtner* innen-Team gerne einen weiteren Traktor hätten. Die Gründe dafür sind unter anderem die hohe Auslastung unseres aktuellen Traktors und seine geringe Hubkraft.
Jedenfalls bin ich jetzt auf der Suche nach einem Modell bzw. Angebot, das gut zu unserem aktuellen Betrieb passt. Er soll zu unseren 1,5-m-Beeten im Freiland passen, aber auch in den Folientunneln fahren können und möglichst viel heben bzw. einen Frontlader haben. Bei der Leistung sollte er sich im Rahmen unserer aktuellen Anbaugeräte bewegen, damit diese kompatibel bleiben.
Wir bewegen uns dabei bei der Modellpalette der Hersteller knapp unterhalb der Standardtraktoren. Das heißt, viele Anbieter haben in der 45-PS-Klasse gar keine Modelle.
Ich hatte vor einiger Zeit schon ein Modell recherchiert, das zu unseren Anforderungen passt: den Kubota L1-452. Leider stellt sich jetzt bei der konkreten Suche heraus, dass das Angebot tatsächlich sehr dünn ist. Es passt nicht jede Ausstattung des Modells zu unseren Anforderungen, und dann wird die Auswahl schnell klein. Ich habe jetzt auch ein Angebot für einen neuen Traktor, aber das ist dann schon viel Geld und hat eine gewisse Lieferzeit.
Jetzt überlege ich wieder, ob wir nicht doch einen älteren gebrauchten Traktor nehmen sollten. Das Problem bei denen ist meistens, dass sie eigentlich zu groß für uns sind, wodurch das Manövrieren schwierig wird. Außerdem geht bei älteren Maschinen natürlich eher etwas kaputt als bei einem neueren Modell.
Und dann gibt es noch den Traum aller Gemüseanbauenden: den Fendt GT. GT steht für Geräteträger und bedeutet, dass der Motor unter der Kabine sitzt und so Geräte, z. B. zum Hacken, zwischen Vorderachse und Kabine angebaut werden können. Das macht das exakte Arbeiten damit sehr einfach. Diese GTs gibt es in verschiedenen Altersklassen und Größen. Die neueste Generation fährt jetzt autonom über die Felder, aber das ist sehr weit außerhalb unseres Budgets.
Natürlich besprechen wir das auch im Gärtner* innen-Team, und wir werden eine gute Lösung für uns finden. Darauf freue ich mich schon.
Nächste Woche schreibt bestimmt jemand wieder mehr über Gemüse, aber auch Maschinenplanung und Betriebsentwicklung gehören bei uns mit dazu.
Viele Grüße Steffen