Ihr Lieben,
auf dem Acker wächst gerade alles prächtig. Wir sind inzwischen so richtig im GärtnerInnen-Trott angekommen und wechseln täglich zwischen Pflanzen, Hacken, Bewässern und Ernten hin und her.
Diese Woche haben wir Rosenkohl-, Paprika-, Physalis- und Zucchini-Jungpflanzen in die Erde gebracht. Und – auch ziemlich aufregend – 15 Beete Kartoffeln gelegt. Die Knollen durften zuvor vier Wochen im Folientunnel vorkeimen. Falls es jemanden interessiert: Wir bauen die Sorte Belana, eine vorwiegend festkochende Kartoffel, an.
Vielleicht habt ihr es auch schon bemerkt: Das Gemüse wird immer vielfältiger. Wir ernten jetzt immer häufiger etwas Neues – diese Woche zum Beispiel Spitzkohl und Fenchel. Manchmal ist es so, dass wir im GärtnerInnen-Team unterschiedliche Herangehensweisen haben, wenn es darum geht, das Gemüse zu „frisieren“, zu präsentieren oder zu schneiden. Lauchzwiebeln mit oder ohne Wurzeln? Gebündelt oder lose? Spitzkohl mit Umblatt oder lieber runtergeputzt? Fenchel mit Grün oder ohne? Spinat hoch oder tief geschnitten? Was ich euch damit eigentlich sagen möchte: Wir machen uns viele Gedanken über das Gemüse und darüber, wie es bei euch ankommt. 🙂 Wenn wir also mal bündeln – und in der Woche darauf wieder nicht. Wenn der Fenchel einmal mit Grün kommt und dann plötzlich wieder „nackt“. Oder wenn der Kohlrabi mal mehr und mal weniger frisiert ist, dann stecken dahinter meistens ganz praktische und manchmal auch ästhetische Überlegungen. Haben wir heute die Zeit, zu bündeln? Nimmt ein unfrisierter Kohlrabi zu viel Platz im Auto weg? Was bleibt länger frisch? Was sieht schöner aus? Wird das Fenchelgrün überhaupt verwendet? Also wir ernten vielleicht alle ein ganz klein bisschen unterschiedlich und vielleicht könnt ihr am Gemüse unsere Handschriften erkennen 🙂.
Ganz liebe Grüße,
Jule
