Blog Bohnen

Liebe Solawistas,

 
nachdem letzte Woche das Bohnenkraut Thema war, schreibe ich heute über die Bohnen.
 
Johanna Paungger schreibt dazu im mehrfach erwähnten Buch „Der lebendige Garten“:
„Erbsen, Bohnen, Linsen und ihre Verwandtschaft sind Träger von wertvollstem pflanzlichen Einweiß, wertvoller und besser verdaulich als das Eiweiß tierischer Herkunft. Diese Kraftspender werden häufig allein deshalb gemieden oder gar ganz aus dem Speiseplan gestrichen, weil sie Blähungen verursachen. Die Folgen davon sind in vielen Fällen verheerend für unseren Stoffwechsel. 
Besonders im Bereich des Eiweißhaushalts kommt es häufig zu Störungen, ja sogar zu schweren Krankheiten. 
Eiweißmangel wird leider immer noch unterschätzt, oder man versucht, uns tierisches Eiweiß als gleichwertigen Ersatz einzureden (Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Käse, Quark und besonders Eier). 
Das ist eine Katastrophe für Mensch und Tier! Die verheerenden Folgen dieser „Ernährungspolitik“ sind für jedermann erkennbar, der erkennen will, aber sie bleiben so lange uninteressant, solange viel daran zu verdienen ist.“
 
Warum sind Bohnen so gesund?
 
„Alle Sorten liefern uns wertvollstes Eiweiß, aber auch viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, wie beispielsweise Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen.
Von den Ballaststoffen für die gesunde Darmtätigkeit einmal abgesehen, ist die Bohne ein wichtiges Lebensmittel für die Leber (besonders die grünen Bohnen), Nieren und Blase (besonders die dunklen Bohnen).
Zudem wirken Bohnen entwässernd und verjüngend. Nach ein paar Wochen oder manchmal schon nach ein paar Tagen mit häufigeren Bohnengerichten fühlen Sie sich richtig fit, weil auch Herz und Kreislauf von den Bohnen profitieren.
 
 
Und wie steht’s mit dem „Nachteil“ der Hülsenfrüchte – den Blähungen?
 
Die Bohne unterstützt sogar bei Verdauungsproblemen und ist nur anfangs gewöhnungsbedürftig und führt zu Blähungen, wenn man schon lange keine Bohnen mehr gegessen hat. Doch da gibt’s Tricks:
Überbrühen Sie die Bohnen nach dem Waschen mit kochendem Wasser und lassen Sie sie ein paar Stunden stehen.
Vor dem Kochen dann abseihen und mit frischem Wasser etwa 10 Minuten oder manchmal auch weniger kochen, bis sie bissfest sind.
Und natürlich gibt’s die guten Gewürze, die beim Mitkochen Blähungen von vornherein verhindern: Kümmel, Fenchel, Koriander und Bohnenkraut.
Verwenden Sie nicht alle diese Gewürze auf einmal, denn sonst könnte sich die Wirkung aufheben und ins Gegenteil umschlagen.
Grundsätzlich sollte man Gemüse niemals ohne Gewürze kochen.
Es ist eine neumodische Erscheinung, nur mit Salz zu kochen. Mit gutem Meersalz oder Himalaya-Salz nachwürzen, das ist eine andere Sache.“
 
Bitte beachtet unbedingt: Rohe Bohnen enthalten besonders viel Phasin, ein Giftstoff, der die Pflanzen vor Fraßfeinden schützt. Durchs Kochen wird diese Proteinverbindung zersetzt. Also kocht Bohnen und andere Hülsenfrüchte immer vor dem Verzehr und gießt vor dem Garen das Einweichwasser ab! 
 
So lagert ihr grüne Bohnen:
 

Frische grüne Bohnen sind recht empfindlich und nicht lange haltbar. Da sie weder Feuchtigkeit noch Druck vertragen, sollten die Hülsenfrüchte locker und trocken in einer Frischhaltebox gelagert werden. 

Im Kühlschrank sind die Bohnen bei rund 7 Grad Celsius etwa zwei Tage haltbar. 

Alternativ lassen sich die grünen Bohnen auch in einem großen Frischhaltebeutel mit viel Luft verpacken und ebenfalls zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. 

 
Ihr könnt die Bohnen auch blanchieren und dann bis zu zehn Monaten einfrieren
 
Liebe Grüße
 
Christine

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