Gemüseblog Schwarzer Rettich

Liebe Solawistas, 

sehnt ihr euch auch schon nach dem Frühling? Einen kleinen Vorgeschmack mit ein paar sonnigen, warmen Stunden hatten wir ja schon. 

Da kommt der schwarze Rettich als Soulfood für Wintermüde gerade recht! Im Vergleich zum Sommerrettich hat der Schwarze Rettich, der auch Kriebelrettich, Ackerrettich, schwarzer Winterrettich oder Kugelrettich genannt wird, ein etwas festeres Fruchtfleisch und ist auch schärfer im Geschmack. Seine Schärfe entsteht durch die in ihm enthaltenen Senföle und er verleiht vielen Gerichten eine köstlich-würzige Note. Das rabenschwarze Wurzelgemüse mit dem blütenweißen Innenleben ist sowohl mit Radieschen, Senf und Meerrettich wie auch mit Rotkohl, PakChoi und Blumenkohl verwandt. Nur viel anspruchsloser als seine Verwandten. Denn leichte Fröste können ihm nicht viel anhaben.

Verarbeitung und Verwendung
Was auch mir neu ist: Winterrettich kann, muss aber nicht geschält werden. Unter der dunklen Schale präsentiert er sein Fruchtfleisch in
strahlendem Weiß, knackig und fest. Schon allein deshalb lässt sich der Winterrettich wunderbar roh verarbeiten, zum Beispiel in dünnen
Schreiben, geraspelt oder fein gerieben in einem Salat mit Apfel und Honig-Senf-Dressing.
Wem das Gemüse etwas zu scharf ist, kann mit etwas Salz – das entzieht Senföle! – die Schärfe abmildern.
Gekocht und mit anderem Gemüse wie Kohlrabi – also eine gute Verwendung für Superschmelz 😉 – Kartoffeln, Sellerie oder Möhren püriert lässt er sich zu einer schmackhaften Wintersuppe verarbeiten.
Die schmeckt nicht nur lecker mit einer angenehm frisch-aromatischen Schärfe, sondern ist auch eine Wohltat bei Erkältungen.
Selbst in Salaten, Soßen oder Remouladen macht der schwarze Rettich eine exzellente Figur. Oder ihr serviert ihn als gedünstete Beilage zu
Fisch oder Fleisch. Fein gerieben eignet er sich ebenso hervorragend für pikante Aufstriche und Dips.

Wie gesund ist Schwarzer Rettich?
Das Gemüse ist reich an Vitamin C, Vitamin B1 und Vitamin A, sowie  Magnesium, Selen und Kalium.
Rettich beeinflusst zudem Stoffwechselerkrankungen, Cholesterinwert, Blutdruck und Blasenleiden positiv.
Bei Gallenbeschwerden, Rheumatismus sowie bei Gicht kann eine Trinkkur mit Rettichsaft für Linderung sorgen.
Zudem werden mit einem täglichen Glas Rettichsaft der Magen, der Darm, die Nieren und die Leber gestärkt.
Gemeinsam ist allen Rettichsorten eine krampf- und schleimlösende Eigenschaft, wohltuend bei Husten, Heiserkeit und Bronchitis.
Schon bei den alten Ägyptern galt Rettich nicht nur als Öllieferant, sondern auch als exzellentes Heilmittel. Das Senföl und weitere
ätherische Öle sorgen dafür, dass das Gemüse nicht nur lecker ist, sondern auch noch antibakteriell, krampflösend, schleimlösend,
entzündungshemmend und beruhigend wirkt. Bei einem empfindlichen Magen und Sodbrennen sollte man jedoch vorsichtig beim Verzehr von
Schwarzem Rettich sein.

Natürlicher Hustensaft aus Schwarzem Rettich und Honig
Zutaten: 1 großer schwarzer Rettich, Honig
Rettich vorbereiten: Wasche den schwarzen Rettich gründlich und schneide das obere Ende ab. Dies wird später als eine Art Deckel verwendet.
Aushöhlen: Höhle den Rettich mit einem Löffel vorsichtig aus. Achte darauf, einen Rand von etwa 1-2 cm zu lassen, sodass der Rettich nicht durchbricht.
Honig hinzufügen: Fülle das Innere des ausgehöhlten Rettichs mit den Rettichschnipseln und Honig. Der Honig sollte etwa bis zur Hälfte reichen.
Ziehen lassen: Setze den „Deckel“ wieder auf den Rettich und lasse ihn für etwa 12 Stunden ruhen. Am besten geht das über Nacht.
Hustensaft sammeln: Der Rettich gibt im Laufe der Zeit Saft ab, der sich mit dem Honig vermischt. Dieser Saft kann dann als Hustensaft verwendet werden.
Dosierung: Nimm bei Bedarf mehrmals täglich einen Teelöffel des Safts. Aufbewahrung: Der Saft sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Lagerung Richtig gelagert hält sich Winterrettich bis zu sechs Monate. Kein
Wunder also, dass er besonders in der Vergangenheit ein solch beliebtes und weit verbreitetes Gemüse war. Am besten hält er sich
an einem dunklen, kühlen Ort, idealerweise im Keller in einer Kiste mit einer feuchten Sandschicht bedeckt. Wer keinen Keller zur
Verfügung hat, kann den Schwarzen Rettich ungewaschen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. In ein feuchtes Tuch
eingeschlagen hält er hier gut 14 Tage. Wenn ihr nur ein Stück des Rettichs verwendet, schneidet das benötigte Stück ab und bewahrt
den Rest mit der Schnittfläche nach unten in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank auf.
Genießt dieses saisonale Geschenk der Natur aus dem Winterlager, bis wieder viel frisches neues Gemüse auf den
Flächen unserer Solawi wächst.

Solidarische Grüße
Eure Christine

Quellen

 Buch BioGärtnern für alle – Journal für die Frau https://deutsches-obst-und-gemuese.de/schwarzer-winterrettich-als-soulfood-fuer-wintermuede/ https://www.biobote-emsland.de/blog-1/wissensnack2go/schwarzer-rettich.html https://www.fitundgesund.at/schwarzer-rettich-artikel-813

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