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 Gemüseblog Koriander

 

Liebe Solawistas, wer von euch liebt die frischen Korianderblätter und wer lehnt sie kategorisch ab? Oder kanntet ihr dieses Gewürz, das zu einem der ältesten Küchenkräuter gehört, noch gar nicht? Seine kleinen, grünen Blätter erinnern äußerlich an glatte Petersilie, schmecken aber ganz anders und sind sehr viel aromatischer.

Dass es so deutlich nur Korianderliebhaber und Korianderhasser gibt, liegt an den Aromen des Korianders. Seinen Geschmack empfinden manche Menschen (ich gehöre auch dazu) als „seifig“ oder sogar wie Spülmittel.

Für andere schmeckt das Gewürz einfach wie ein pfeffrig-aromatisches Gewürz. Dass wir gerade Koriander unterschiedlich schmecken, könnte genetische, aber auch kulturelle Gründe haben.

 

Manche werden es kaum glauben – an den Geschmack der Korianderblättchen (und vieler anderer gesunder Lebensmittel) kann man sich tatsächlich gewöhnen! Weil Geschmack eben auch gelernt wird über das, was wir in der Familie oder unserem Kulturkreis essen, gibt es auch eine deutliche geographische Verteilung der Vorlieben: Je verbreiteter das Gewürz in der jeweiligen Landesküche ist, desto geringer ist der Anteil derjenigen mit Koriander-Ekel.

 

Verwendung

 

Mit frischem Koriander (vorsichtig dosiert) würzt man Tomatensalat oder Tomatensalsa und asiatische Suppen. Das original indische Curry wird mit Samen und den grünen Blättern zubereitet. Chutneys und eingelegtes Gemüse (z. B. Rote Bete) profitieren ebenso vom aromatischen Geschmack der Blätter oder Samen. Über gebratenem China- oder Spitzkohl machen sich gehackte Korianderblättchen auch sehr gut. Koriandergrün passt geschmacklich ebenso gut zu Fisch, Hülsenfrüchten und Wildsuppen, Soßen, Marinaden, Pilzen, Rind, Hammel und Lamm, zu einer Guacamole aus Avocados, zu Gerichten mit Orangen wie zum Beispiel Couscous mit Orangen oder zu Limetten. Wie die meisten Kräuter lässt sich Koriandergrün auch zusammen mit süßen Früchten problemlos zu einem basischen Smoothie mixen. Oder wie wäre es mit einem hausgemachten Koriander-Pesto? Gebt anstelle von Basilikum eine Handvoll frische Korianderblätter, eine halbe Tasse Pinienkerne, eine Knoblauchzehe, zwei Esslöffel Zitronensaft und fünf Esslöffel Olivenöl in einen Mixer und genießt das cremige Pesto zu Nudeln oder Baguette.

 

Für einen medizinischen Tee können sowohl das Koriandergrün als auch die Samen verwendet werden. Übergießt frische Korianderblätter oder einen halben Teelöffel Koriandersamen mit 150 ml heißem Wasser und lasst den Aufguss 15 Minuten ziehen. Koriandertee wirkt sowohl appetitanregend, als auch verdauungsfördernd und gegen Blähungen.

 

Wie gesund ist Koriander?

 

Ob Magen-Darm-Beschwerden, antibiotikaresistente Infektionen oder chronische Entzündungskrankheiten, die heilsamen Koriander-Wirkstoffe nehmen es mit den hartnäckigsten Krankheitserregern auf und fördern die Ausleitung von Giftstoffen. Die keimtötende Substanz Dodecenal, die in Blättern und Körnern steckt, rückt sogar Salmonellen zu Leibe. Neben Dodecenal, Dodecanal und Linalool wurden von einer kalifornisch-mexikanischen Forschungsgruppe etwa ein Dutzend weitere antibiotisch wirkende Komponenten aus den Korianderblättern extrahiert, die sich ebenfalls wirksam gegen diverse schädliche Bakterien zeigten.

 

Lagerung

 

Koriander kann mehrere Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden, denn hier herrscht das ideale Klima. In ein sauberes, feuchtes Tuch gewickelt wird das Kraut mit genügend Feuchtigkeit versorgt. Zum Trocknen eignet sich Koriander besonders gut, denn dann kann dieser über einen langen Zeitraum gelagert werden. Getrocknet werden die Blätter z. B. im Backofen auf einem Backblech bei einer Temperatur von 50 °C. Nach einigen Stunden ist der Koriander dann vollständig getrocknet und sollte luftdicht aufbewahrt werden. Alternativ bietet sich zum Trocknen auch das Aufhängen an einem trockenen und luftigen Ort an. Auf diese Art und Weise trocknet der Koriander innerhalb einer Woche. Für die längste Konservierung sorgt das Einfrieren, denn dadurch kann Koriander bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Bevor der Koriander eingefroren wird, sollte er gründlich mit kalten Leitungswasser gereinigt werden. Nach dem Waschen die Kräuter dann gut abtrocknen und anschließend luftdicht in Gefrierbeuteln oder -dosen verpacken.

 

Liebe Grüße Eure Christine

 

 

 

Quellen https://www.br.de/radio/bayern1/koriander-102.html https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gewuerze/koriander Die Kräuter in meinem Garten freya-verlag https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gewuerze/koriander 

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